Archiv für den Monat Juni 2016

Weil alle Menschen fürsorgeabhängig sind, ist Familie nicht Privatsache

Zwischen ertappt Fühlen und nickend Zustimmen finde ich mich „durcheinander“.

DurchEinAnderBlog

WiC Blogpost Nummer 6 zum 14. Juni 2016

Kürzlich kam ich mit einem stramm liberalen jungen Mann ins Gespräch, dessen Frau gerade ihr zweites Kind geboren hat. Er erzählte, sie hätten sich die Haus- und Erziehungsarbeit ja aufteilen wollen, aber zufälligerweise sei nun doch wieder der Klassiker dabei herausgekommen: er arbeite Vollzeit in der Anwaltskanzlei und habe zusätzlich noch ein Parlamentsmandat. Sie sei, obwohl ebenfalls Juristin, nur noch stundenweise erwerbstätig und sorge jetzt hauptamtlich für Kinder und Haushalt.

Das sei zwar natürlich eigentlich seine Privatsache, meinte der junge Herr und Vater. Aber er wolle doch von mir wissen, warum es denn irgendwie fast immer so komme. Wahrscheinlich sei in den Frauen eben doch so etwas wie ein Mutterinstinkt angelegt, oder? Seine Frau könne einfach besser mit Kindern umgehen als er, vor allem wenn eines krank sei. – Ich meinte darauf, vielleicht sei das gar keine Privatsache? Vielleicht seien da ja bestimmte Interessen im…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.112 weitere Wörter

Versuche über das Kreuzzeichen

Fundstück vom Mai 2007!

Zu beten mit den Gesten des grossen Kreuzzeichens

vater und mutter
gotteskind
heilige geistkraft

schöpferischer ursprung
menschliche nähe
gemeinschaftliche lebenskraft

getragen im glauben
bewegt von der hoffnung
aufgehoben in der liebe

lebenskraft
für gotteskinder
aus der begeisterung

ausgerichtet auf den himmel
verwurzelt in der erde
verbunden mit der menschheit
und allen geschöpfen

getragen vom leben
bewegt von der lebendigkeit

ein kopf
ein herz
und zwei hände soll mein glaube haben

Versuchen Sie es auch mal, die «alten Worte» für sich zu neuem Leben zu erwecken!

Auch das ist Ostern: Auferweckung der Sprache des Glaubens zu neuem Leben.

Ich bin gespannt auf Ihre Ideen.

Würzige Vision

3 Glückselig sind die, die wissen, dass sie vor Gott arm sind. Denn ihnen gehört das Himmelreich.
4 Glückselig sind die, die an der Not der Welt leiden.
Denn sie werden getröstet werden.
5 Glückselig sind die, die von Herzen freundlich sind.
Denn sie werden die Erde als Erbe erhalten.
6 Glückselig sind die, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit. Denn sie werden satt werden.
7 Glückselig sind die, die barmherzig sind.
Denn sie werden barmherzig behandelt werden.
8 Glückselig sind die, die ein reines Herz haben.
Denn sie werden Gott sehen.
9 Glückselig sind die, die Frieden stiften.
Denn sie werden Kinder Gottes heißen.
10 Glückselig sind die, die verfolgt werden, weil sie tun, was Gott will. Denn ihnen gehört das Himmelreich.
11 Glückselig seid ihr, wenn sie euch beschimpfen, verfolgen und verleumden – weil ihr zu mir gehört. 12 Freut euch und jubelt! Denn euer Lohn im Himmel ist groß! Genauso wie euch haben sie früher die Propheten verfolgt.
(Übersetzung von Mt 5,3-12 in der Basisbibel)

Aus dem Evangelium nach Matthäus 5,17-19
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: 17 Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. 18 Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. 19 Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.

Die Seligpreisungen erklären, was Jesus damit meint, wenn er sagt: „Das Gesetz erfüllen.“ Die Bergpredigt ist Jesu Interpretation dessen, was Erfüllung, „Zur-Fülle-Bringen“ des Gesetzes bedeutet.

Zwischen den Seligpreisungen und dem Evangeliumstext kommen noch die zwei Zusagen hinzu: Ihr seid das Salz der Erde und das Licht der Welt.

Zusammengefasst heisst das: Gesetz und Profeten geht es um Frieden, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Trost, Heimat und das Lebensnotwendige gegen Hunger und Durst. Das ist die Vision von Gottes Neuer Welt, des „Himmelreichs“. „Himmel“ bedeutet, da ist „Gott drin“. „Himmelreich“ ist eine Vision für hier und jetzt!

Diese Vision kann uns Licht und Hoffnung sein und Würze in der Suppe unseres Lebens. Das können und sollen wir verbreiten wie Salz, das das Leben würzt und wie Licht, das das Dunkel erleuchtet.