Archiv für den Monat Dezember 2013

Das Fest Taufe Jesu und unsere Taufe

«Fürchte dich nicht,
ich habe dich beim Namen gerufen,
du bist mein.» (Jes 43,1)

Wo immer Menschen sich neu erfüllen lassen von Gottes Atem (Geist), sich neu orientieren am Leben und an der Gerechtigkeit, realisiert sich Gottes Zusage an Jesus neu an jede/n von uns:
Du bist mein geliebter Sohn!
Du bist meine geliebte Tochter!

Kategorie: Allgemeines
Erstellt von: ra

«Fürchte dich nicht, ich habe dich beim Namen gerufen, du bist mein.» (Jes 43,1) Diese Zusage erhalten wir bei der Taufe. Sie gilt letztlich jedem Menschenkind. Denn jeder Mensch ist ein Individuum, das sich durch seinen Namen auszeichnet. Und kein Mensch gehört jemand anderem als dem Leben, dem wir auch «Gott» sagen.

Johannes der Täufer predigt im Umfeld Jesu Umkehr, neue Hinwendung zu Gott, seinem Willen zum Leben und zur Gerechtigkeit. Er hat die Menschen daran erinnert, dass Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe alleine nicht genügt. Zuwendung zu Gott, zum Leben, muss sich immer auch in einer bestimmten Lebenspraxis zeigen.

Jesus kommt zu ihm und lässt sich taufen. Damit signalisiert er selbst in seinem Leben einen Wendepunkt und Neuanfang. Beim Auftauchen aus dem Jordan strömt der Atem befreiend und weitend neu in seine Lungen, so wie sie sich bei der Geburt ein erstes Mal gefüllt haben. Der Himmel öffnet sich, Gott ist spürbar da und spricht: «Das ist mein geliebter Sohn, an ihm habe ich Gefallen gefunden».

Wo immer Menschen sich neu erfüllen lassen von Gottes Atem (Geist), sich neu orientieren am Leben und an der Gerechtigkeit, realisiert sich diese Zusage neu. Gottes Zusage an Jesus richtet sich an jede/n von uns:
Du bist mein geliebter Sohn!
Du bist meine geliebte Tochter!

Von jedem Einatmen werde ich neu belebt und gestärkt.
Ich erfahre Liebe und das Geschenk des Lebens.
In jedem Ausatmen kann ich diese Liebe furchtlos weiter geben
im Dienst am Leben und an mehr Gerechtigkeit.

Pfarreiblatt Zug Editorial – 14-03